Der Letzte dieses Adelsgeschlechts, Franko von Wettringen, gründete im Jahr 1178 aus seiner Wasserburg ein Kloster für 24 Nonnen, die nach dem Regeln des kl. Augustinus lebten. Weiterhin stattete er das Kloster mit all seinen Besitztümern aus und begann in der Mitte seiner Burganlage mit dem Bau einer Kirche, die auch seine Grabstätte wurde. Die Bauzeit dauerte ca. 40 Jahre und umfasste somit die Baukunstepochen der Romantik, der Früh- und der Hochgotik. Exzellente Steinmetze müssen hier gearbeitet haben, was besonders die Kapitele bezeugen. Weit über das Münsterland hinaus ist deshalb die Langenhorster Stiftskirche St. Johannes
Baptist berühmt für seine einzigartige Präsentation der Zeitgeschichte.
1576 wurde in Langenhorst das klösterliche Leben aufgegeben. Man wandelte sich in ein adeliges, freiweltliches, kaiserliches Damenstift um, was bis zur Auflösung durch Napoleon 1811 bestand. Zu dieser Zeit zählt auch das barocke Äbtissinnengebäude vor der Kirche, erbaut 1722 durch die Baumeister Pictorius d.Ä./d.J.
Heute ist die Stiftskirche St. Johannes Baptist Teil der Gesamtpfarrei St. Lambertus und stellt mit dem ehemaligen Kloster und der Abtei ein kulturhistorisch bemerkenswertes Baudenkmal des nördlichen Münsterlandes dar.
Öffnungszeiten
Führungen nach Vereinbarung
und Besichtigung der Stiftskammer
nach Voranmeldung im
Pfarrbüro St. Lambertus
Kolpingstraße 1
48607 Ochtrup
Tel. + 49 (0) 25 53 97 150
Stiftskirche St. Johannes Baptist Langenhorst
Hauptstraße
48607 Ochtrup-Langenhorst